Hans Werner Henze
...Mit einem Realismus sondergleichen ist da eine schmucklose Universalsprache entstanden, und es werden mit ihrer Hilfe und
Vermittlung menschliche Gefühle und Zustände dargestellt, in denen sich - erst heute können wir es so sehen und reflektieren - nicht mehr
allein die traditionelle christlich-bürgerliche Hörerschaft als Gemeinde erkennt, sondern gerade der moderne einsam zweifelnde Mensch,
dem der Glaube abhanden gekommen ist, der keinen festen Halt in der Gesellschaft weiß und der die größte Zeit seines Lebens
sozusagen "ohne den Segen der Kirche" zu verbringen hat. (9)
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